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Mit dem Ort Brockscheid steht die Burg Freudenstein in keinerlei geschichtlicher Beziehung. Brockscheid gehörte bereits 1341 urkundlich als Hofgut zur Grafschaft Daun. Vielmehr hat der Nachbarort Tettscheid - vormals Tetschet - eine eindeutige Beziehung, denn ein Teil dieses Ortes gab Johann von Böhmen wohl als Burglehen an Friedrich, Herr zu Daun. Hiermit werden auch alle Spekulationen widerlegt, die Burg Freudenstein läge in der Nähe von Laufeld. Denn es ist beschrieben, dass Tetschet in der Nähe von Freudenstein liegen würde. Das heutige Tettscheid liegt nur ca. 2 Kilometer von der Burg entfernt. Außerdem ist die Lage von Freudenstein nordostwärts der Burgen von Manderscheid beschrieben (Laufeld liegt südostwärts).
1346. Nach dem Tod Johanns bei der Schlacht von Crécy wird sein Sohn Karl zu dessen Nachfolger und deutscher Kaiser. Dabei verlässt er Freudenstein als Standort und gibt ihn als Lehen an den Grafen Wilhelm von Manderscheid. Dieser verwickelte sich allerdings in einen Streit mit Kurfürst Balduin von Trier. Diese Fehde bedeutete wohl 1348 die Zerstörung und das Ende von Freudenstein, einem bis dahin bewährten Stützpunkt. Man machte damals keinerlei Planungen, die Burg wiederaufzubauen, somit blieb sie bis heute - mehr als 650 Jahre später - eine einsame Ruine, umgeben von einem dichten Wald.
Obwohl Tag für Tag eine ganze Menge Wanderer auf dem Lieserpfad fast direkt an den Ruinen vorbeigehen, weiß kaum jemand von diesen stummen Zeugen einer vergangenen, turbulenten Zeit
GEISENBURG - FREUDENSTEIN Wie kommt es zu diesen verschiedenen Namen?
Freudenstein - Das ist der Name der Burg zu ihrer Blütezeit. Auf dem Burggelände befindet sich allerdings eine kleine Quelle, die die Geisenburger Mühle versorgte. Diese Mühle, die heute ebenfalls nur noch in Ruinen existiert, gab der Burg dann wohl ihren zweiten Namen. Heute tauchen beide Namen auf, meist jedoch der Name Geisenburg; ab und zu findet man auch die Bezeichnung “Geißenburg” in der Literatur oder auf Karten, womit auch jene Burg gemeint ist.
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