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Der erste Formteil ist der Glockenkern. Er entspricht ganz genau dem Inneren der zu gießenden Glocke. Zunächst wird er grob aus Ziegelsteinen aufgemauert. Danach folgen Lehmschichten, die mit der Schablone abgezogen werden.
Die nächste Aufgabe besteht darin, die sogenannte “Falsche Glocke” zu formen. Mit Hilfe der Schablone werden auf den fertigen Glockenkern weitere Lehmschichten aufgetragen, die dann die falsche Glocke bilden. Danach klebt man die Inschriften und Verzierungen aus Wachs, die später auch auf der Glocke erscheinen sollen, auf. Das Wachs schmilzt, wenn die Form erhitzt wird, hat sich aber vorher als Negativ abgedrückt.
Der dritte Formteil ist der Glockenmantel. Er umgibt die falsche Glocke und nach dem Guss natürlich auch die richtige Bronzeglocke. Der Glockenmantel besteht ebenfalls aus mehreren Lehmschichten. Wenn er fertiggestellt ist, wird die Form gebrannt, danach die falsche Glocke zwischen Mantel und Kern entfernt. Somit ist der Raum entstanden, in dem die Bronzeglocke entsteht.
Nach dem Glockenguss, bei dem ca. 1.100°C heißes Metall aus dem Ofen fließt, lässt man den Glocken noch einige Zeit, um abzukühlen, bevor man sie aus Ihrer Hülle befreit um sie zum Läuten bringen zu können.
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