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Der Erhalt und die Pflege der Dorftraditionen sind integraler Bestandteil einer funktionierenden Dorfgemeinschaft. Was die “Alten” früher schon gemacht haben, wird von den “Jungen” sehr zur Freude derer, die einst mit dabei waren erhalten und weiter fortgeführt. So wird die Dorfjugend optimal integriert und es entsteht ein gutes Verhältnis untereinander.
Sternsingeraktion. Am Dreikönigstag ziehen die Ministrantinnen und Ministranten des Ortes als die Weisen aus dem Morgenland verkleidet von Haus zu Haus, spenden den Segen Christi und sammeln Geld für Projekte der Kirche in der dritten Welt.
Klappern. Auch im Glockengießerdorf kommt einmal im Jahr der Zeitpunkt, an dem die Glocken verstummen. Nach der Abendmahlsmesse am Gründonnerstag wandern die Glocken nach einer alten Sage nach Rom und kommen erst in der Osternacht wieder. In dieser Zeit wird anstelle des Glockengeläutes drei mal täglich jeweils zum “Engel des Herrn”-Gebet geklappert sowie auch zu den Gottesdiensten mit der Holzklapper gerufen.
Hexennacht. Die Nacht zum 1. Mai gehört in Brockscheid den Junggesellen. Nach altem Brauch wird der Maibaum am Vorabend aufgestellt. In der Nacht wird dann der Baum am Feuer bewacht und im Dorf “gehext” oder auf Platt “vaschleeft”. So kann es sein, dass Hausbesitzer, die z.B. vergessen haben, ihre Fußmatten wegzuräumen, diese an anderer Stelle wiederfinden. So findet am 1. Mai immer ein lustiges Tauschen von Gegenständen statt.
Martinsfeuer. Das Martinsfeuer wird seit jeher von den Jugendlichen des Dorfes aufgestellt und abgebrannt. Hier hilft auch die Feuerwehr tatkräftig mit
Nikolaus. Am Vorabend des 6. Dezember geht der Nikolaus mit dem “Pelsebock” durch die Häuser und besucht die Kinder. Wenn die lieben Kleinen sich einmal nicht ganz so gut geschickt haben, muss der “Schwarze” kräftig knurren und Ruten verteilen. Der Nikolaus wird ebenfalls von den Junggesellen gestellt.
Christkind. Am Heiligen Abend gehen Mitglieder der Jugendgruppe in weihnachtlichem Engelsgewand durch den Ort und übergeben den Kindern die Weihnachtsgeschenke. Sie erinnern dabei auch an den eigentlichen Sinn des Weihnachstfestes, dass Christus geboren ist, dass Weihnachten das Fest der Liebe ist. Viele Kinder bereiten zu diesem Anlass ein Lied, ein Gedicht oder ein selbst gemaltes Bild vor.
Hillisch. Immer wenn ein “Dorfkind” heiratet, wird Hillisch gehalten. Am Abend der standesamtlichen Hochzeit ziehen die Junggesellen mit einer zweirädrigen Karre zum Haus der Braut oder des Bräutigams und schleifen dort eine Sense an einem Rad des Wagens. Dazu werden einige typische Eifellieder gesungen, und anschließend wird kräftig mit dem Brautpaar gefeiert.
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